Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Aktuelles

Repetitorium

Prof. Dr. Werner Beulke hält in der 38. KW (19., 20. und 21.9.2017) das Repetitorium im Strafrecht.

Seminarangebot WS 2017/18: Seminar zu aktuellen Fragen
des Wirtschaftsstrafrechts, insbesondere Fragen des
Geldwäschestrafrechts

Im Wintersemester 2017/18 biete ich ein Seminar an, das sich Fragen zum Wirtschaftsstrafrecht zuwendet.

Das Seminar richtet sich an Studierende, die für die Anfertigung ihrer Seminararbeit eine Bearbeitungszeit von mindestens sechs Wochen einplanen. Die Seminarleistung besteht aus der schriftlichen Seminararbeit und einem mündlichen Vortrag. Das Seminar kann nur dann erfolgreich belegt werden, wenn Studierende das Seminar fortlaufend besuchen (geplant wöchentlich, Dienstag 16-18 Uhr). Schon in der zweiten Semesterwoche soll der erste Vortrag gehalten werden. Die nachfolgende Auflistung der Themen muss nicht dem Ablauf des Seminars entsprechen.

Die Veranstaltung wird vorrangig als Seminar des Schwerpunktbereichs Kriminalwissenschaften angeboten, steht aber auch anderen Studierenden offen. Ich weise darauf hin, dass ich Schwerpunktbereichsarbeiten (Abschlussarbeiten) nur noch dann betreue, wenn die/der Studierende zuvor ein Seminar an meinem Lehrstuhl belegt hat.

Themenvergabe u. Vorbesprechung finden am Dienstag, d. 4.7.2017, 12 Uhr, an meinem Lehrstuhl (Franz-von-Liszt-Haus, 1. OG) statt.

Interessenten werden gebeten, ihren Themenwunsch per E-Mail dem Sekretariat mitzuteilen ().

Themenliste

  1. Erscheinungsformen der Geldwäsche: Phasen, Typen, Kriminalitätsgeschichte (insbesondere mit Blick auf Organisierte Kriminalität)
  2. Entwicklung des Geldwäschetatbestandes (§ 261 StGB) im Lichte internationaler Vorgaben und nationaler Strafrechtspolitik: Vom UN-Suchtstoffübereinkommen bis zum Schwarzgeldbekämpfungsgesetz (insbesondere unter Berücksichtigung der Bedeutung Organisierter Kriminalität für die Geldwäschestrafbarkeit)
  3. Gegenstände der Geldwäsche (und das Problem der Kontamination): Was rührt aus einer Vortat her?
  4. Einziehung und Sicherstellung der Erlöse aus Straftaten
  5. Die Tathandlungen der Geldwäsche unter besonderer Berücksichtigung der Funktionen des Geldwäschestraftatbestands und des geschützten Rechtsguts
  6. Geldwäsche im Verhältnis zu den (übrigen?) Anschlussdelikten und der Beihilfe: Fehler im System oder Fehler mit System?
  7. Geldwäsche im Unternehmen: Aufsichtsrechtliche Pflichten nach dem GwG (und dem KWG sowie dem ZAG), Rolle und Arbeit der Aufsichtsbehörden und aufsichtsrechtliche Sanktionen
  8. Selbstgeldwäsche und Selbstanzeige: Dogmatische Besonderheiten des Geldwäschestraftatbestands
  9. Die subjektive Tatseite: Vorsatz und Leichtfertigkeit unter besonderer Berücksichtigung der Problematik berufsadäquaten Verhaltens
  10. Konsequenzen der Tat: Die Einziehung von Beziehungsgegenständen und die möglichen prozessualen Ermittlungsmaßnahmen bei Verdacht auf Geldwäsche
  11. Geldwäsche mittels Bitcoins
  12. Aktuelle politische Vorgaben (insbesondere seitens der EU und der FATF) mit besonderem Blick auf die Bezüge und Verknüpfungen mit der Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung

Prof. Dr. Christian Schröder


Forum Kapitalmarkt- und Geldwäschestrafrecht

Im Rahmen des Drittmittelprojekts „Prävention von Kapitalmarktdelikten und Risiken der Geldwäsche“ (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung) fand am 2. November 2016  an der Martin-Luther-Universität ein Forum zum Kapitalmarkt- und Geldwäschestrafrecht statt.

Weitere Informationen finden Sie auch hier: http://schroeder.jura.uni-halle.de/pkg/forum/


Stellungnahme zur Änderung des Strafgesetzbuches

Prof. Dr. Schröder und Dr. Marcus Bergmann haben auf Bitten des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz eine Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des
Strafgesetzesbuchs -Strafbarkeit der Selbstgeldwäsche- verfasst.
Stellungnahme zum Gesetzesentwurf.pdf (118,6 KB)  vom 28.04.2015


Neuerscheinungen

Warum die Selbstgeldwäsche straffrei bleiben muss -
Why self-money laundering must remain exempt from punishment

Warum die Selbstgeldwäsche straffrei bleiben muss
Why self-money laundering must remain exempt from punishment

Warum die Selbstgeldwäsche straffrei bleiben muss Why self-money laundering must remain exempt from punishment

Die Autoren untersuchen die Straflosigkeit der „Selbstgeldwäsche“ in Deutschland. Von Selbstgeldwäsche spricht man, wenn jemand die Erträge aus seiner eigenen Vortat verbirgt, ihre Herkunft verschleiert oder eine sonstige Geldwäschehandlung daran vornimmt.
Er wäscht sozusagen selbst, ohne Unterstützung durch weitere Personen. Bislang ist die Selbstgeldwäsche nach § 261 Abs. 9 Satz 2 StGB straflos. Allerdings gibt es Überlegungen – angestoßen durch die Financial Actions Task Force –, in Deutschland die Selbstgeldwäsche unter Strafe zu stellen. Die Autoren analysieren daher, ob das deutsche Recht diese Straflosigkeit erfordert oder die Bestrafung der Selbstgeldwäsche anordnen könnte.
Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Selbstgeldwäsche straflos bleiben muss. Alle Überlegungen zu den Regelungszielen und denkbaren Rechtsgütern der Geldwäsche laufen darauf hinaus, dass die Straflosigkeit der Selbstgeldwäsche aus dogmatischen und verfassungsrechtlichen Prinzipien, die zu den Grundsätzen der deutschen Rechtsordnung zu zählen sind, notwendig ist.

135 S., Berliner Wissenschafts Verlag, Berlin 2013.


Europa in der Finanzfalle
Irrwege internationaler Rechtsangleichung

Europa in der Finanzfalle

Irrwege internationaler Rechtsangleichung

Europa in der Finanzfalle Irrwege internationaler Rechtsangleichung

Internationale Regulierung gilt als ein Mittel, um die Finanzmärkte vor  Krisen zu bewahren. Das Buch zeigt auf, dass genau das Gegenteil richtig  ist. Die internationale Regulierung hat zum Entstehen schwerer Krisen  beigetragen. Die internationale Finanzmarktpolitik allgemein und  insbesondere das Recht der Europäischen Union (EU) haben versagt. In  Europa geht es so schlimm zu, dass die am Euro teilnehmenden  Mitgliedstaaten der EU in einer international bedingten Finanzfalle  sitzen.
Die Bürokratien der EU und insbesondere die EU-Kommission  haben auf dem Weg in die letzten Finanzkrisen versagt. Das Buch weist  das anhand der systemischen Finanzkrise und der Staatsschuldenkrise bis  ins Detail nach.
Untersucht wird ferner der ermüdende Prozess der  Rechtsangleichung, der sich viel zu stark in Detailregelungen  verzettelt. Sprache und Ausdruck des internationalen Rechts sind so  schlecht und verschachtelt, dass immer wieder Regelungslücken aufreißen.  
Das Werk enthält aber auch Vorschläge, wie manches zum Besseren  gewendet werden kann. Der Text benennt dezidiert die wesentlichen  Eckpunkte einer Finanzmarktregulierung, rät aber dringend dazu,  international nur feste Grundsätze zu regeln, die Einzelheiten aber den  Nationalstaaten zu überlassen. Auf diese Weise kann auch das  Demokratiedefizit der EU überwunden werden. Eine zu stark ins Detail  gehende Rechtsangleichung im internationalen Recht kann der Demokratie  schaden und läuft Gefahr, zahlreichen Volkswirtschaften identische  Schwachstellen zu verleihen.

133 S., Berliner Wissenschafts Verlag, Berlin 2012.


Vorstellung des Lehrstuhls

Aktuelles Lehrstuhlprofil mit Informationen zu Tätigkeitsfeldern und Mitarbeitern des Lehrstuhls.

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Lehrbücher

Marcus Bergmann/Christian Schröder/Michael Sturm, Richtiges Zitieren, Ein Leitfaden für Jurastudium und Rechtspraxis, München 2010

Bergmann/Schröder/Sturm, Richtiges Zitieren

Bergmann/Schröder/Sturm, Richtiges Zitieren

Aus dem Inhalt:

Ein Leitfaden zum richtigen Zitieren nicht nur in wissenschaftlichen  Arbeiten, sondern auch in anwaltlichen Schriftsätzen und Gutachten,  richterlichen Entscheidungen und Sachverständigengutachten.

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Christian Schröder, Handbuch Kapitalmarktstrafrecht, 3., erweiterte Auflage, Köln 2015

Handbuch Kapitalmarktstrafrecht

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